Antivirus-Lösung für SharePoint 2013

Microsoft wird seine Antivirus Lösung Forefront Protection for SharePoint nicht mehr weiterführen bzw. nicht für SharePoint 2013 anbieten. Lediglich für die Online Version – Office365  – wird es Forefront Online geben.

Stattdessen baut Microsoft für SharePoint 2013 auf Drittanbieter von Antivirus-Lösungen, welche im MSND-Blog säuberlich aufgeführt werden: SharePoint Antivirus alternatives to Forefront. Schade nur, dass offenbar nicht geprüft wurde, ob die angebotenen Optionen tatsächlich schon eingesetzt werden können. Denn bei der Analyse der Alternativen fällt auf, dass noch keiner der genannten Hersteller eine Lösung für SharePoint 2013 bietet, wie auch die Zusammenstellung von harbar.net zeigt:

  1. Forefront Protection for SharePoint 2010
    Yes, we can continue to use this and it will work just fine with SharePoint 2013. However as the product is discontinued, this is not a wise choice. Furthermore you cannot actually buy it. So unless you already have it purchased you are out of luck. If you already have it, it will continue to be supported until December 31st 2015. You will receive AV definition updates until that date as well. After that you need to migrate to something else.
  2. AvePoint DocAve Antivirus for SharePoint
    This product is also discontinued. Not an option.
  3. TrendMicro PortalProtect
    Does NOT currently support SharePoint 2013 or Windows Server 2012. Both are “coming” in Q3 2013. Won’t install, won’t work. Not an option.
  4. BitDefender
    This product is discontinued. Not an option.
  5. Symantec Protection for SharePoint
    Does not support SharePoint 2013. Can install, but won’t detect SharePoint 2013 without a registry hack. Not an option.
  6. McAfee Security for SharePoint
    Does not support SharePoint 2013 or Windows Server 2012. Won’t install, won’t work. Not an option.
  7. Sophos Antivirus Protection for SharePoint
    Does not support SharePoint 2013 or Windows Server 2013. Can install, but won’t detect SharePoint 2013 without hacks. Not an option.
  8. Kapersky Security for SharePoint Server
    Does not support SharePoint 2013. Can’t detect SharePoint 2013 without registry hack. Not an option.

In diesem Post wird dann auch auf die derzeit offenbar einzig verfügbare Alternative verwiesen: ESET Security for Microsoft SharePoint Server, die sich allerdings noch im Beta-Stadium befindet.

Vielen Dank an Patrick Spieler für den Hinweis auf die mögliche Lösung.

“Cross Site Publishing” und “Catalogs” in SharePoint 2013

Microsoft bietet in seiner neuen SharePoint Version 2013 ein neues Feature an, dass mit den Keywörtern „Cross SiteCollection Publishing“ oder auch „Catalogs“ bezeichnet wird.
Cross SiteCollection Publishing soll eine bis anhin existierende grosse Lücke im Funktionsumfang von Microsoft SharePoint Publishing Features (also den CMS Features) schliessen.
Bis anhin war es nur sehr erschwert möglich, den Inhalt von SharePoint Listen oder Dokumentenbibliotheken innerhalb anderer SharePoint SiteCollections oder gar anderer SharePoint Applications darzustellen.
Die Unzulänglichkeiten der bestehenden Features wie „Content Query WebPart“ (Aggregation von Inhalten innerhalb einer SiteCollection), „Reusable Content“ (Einblenden von Einzel-Inhalten, die in einer zentralen Liste als Text gehalten werden in Rich Edit Feldern) und „Search Result WebPart“ (Definition von fixen Abfragen über den Search Index) führten meist dazu, dass im Bereich von „Wiederverwendung von Inhalten“ kundenspezifisch programmierte Lösungen verwendet wurden. Vielfach führte dies zu komplexen Konstrukten, die sowohl für den Benutzer, als auch für Administratoren schwer zu durchschauen waren und auch des öftern Authorisierungs- und Publikationsprobleme nach sich führten.
Bringt uns das „Cross Site Publishing“ von SharePoint 2013 in diesem Bereich weiter ?

Grundidee

„Cross Site Publishing“ erlaubt das Publizieren der Inhalte von Listen und Dokumentenbibliotheken über SiteCollection- und Applikationsgrenzen hinweg:

 

Eine Liste oder Library auf Seite des zu publizierenden Inhaltes (1) wird dabei zu einem sogenannten „Catalog“ definiert. Ein Catalog kann zusätzliche listenspezifische Daten wie die Verwendung eines Managed Meta Data Fields (2) als Navigationshierarchie für den Zugang zu den Daten oder die Definition von ID Feldern für den Zugang zu den einzelnen Daten Items der Liste/Library enthalten.

Die Architektur von „Cross Site Publishing“ ist vom Search Crawler (3) abhängig, da die Darstellung der Inhalte von Catalogs auf Consumer Seite durch Content Search WebParts erfolgt.

Auf SiteCollection Ebene der Consumer Seite kann anschliessend auf Catalogs verbunden (connected) werden (4). Über spezielle Publishing Pages wird damit der Inhalt von Catalogs in der Hierarchie der Consumer Site dargestellt.

Der in der Consumer Site eingeblendete Inhalt besteht dabei einerseits aus Hierarchie-Übersichtsseiten und Item Seiten, die ein Item des Catalogs im Detail darstellen.

Das Konzept erlaubt zusätzliche Features, wie die Definition der Zielurl des eingeblendeten Inhaltes (am Ursprungsort oder innerhalb des Context der Consumer Site) oder das Erstellen von „friendly“ Urls aufgrund der Metadata Struktur der angegliederten Navigation.

Metadaten Spalte als Navigation

„Cross Site Publishing“ erlaubt es einer als Catalog definierten Liste oder Library eine Spalte vom Datentyp „Managed MetaData“ zu führen, die auf einen hierarchischen TermSet des Managed Meta Data Service zeigt und in der Consumer Site als Navigation innerhalb der Catalog Data verwendet werden kann.

Eine Liste oder Library (1) kann ein Feld (3) enthalten, das als Managed MetaData Field auf einen hierarchischen TermSet des Managed Meta Data Service (2) zeigt. Mit der entsprechenden Konfiguration dieser Liste/Library als Catalog (4), wird das Managed MetaData Field als Navigation in den Consumern (5) dieses Catalogs verwendet.

Bedingung für den Managed Meta Data Termset ist, dass es sich um einen globalen Termset oder um einen lokalen mit Zugangsberechtigung für die Consumer SiteCollection handelt.

Definition einer Liste oder Library als „Catalog“

 

Um eine Liste oder Library (1) als „Catalog“ zu publizieren muss in den ListSettings (2) der Liste/Library die Menüoption „Catalog Settings“ aufgerufen werden.

Die Administrationsseite (3) erlaubt das Setzen folgender Parameter:

  • Definition der Liste/Library als Catalog
  • Erlauben von Anonymem Access auf den Catalog
  • Definition von bis zu 5 ID Feldern des Catalogs, die dazu verwendet werden können, bei entprechender URL Definition im Consumer die einzelnen Items des Catalogs eindeutig zu identifizieren.
  • Festlegen eines Feldes des Typs „Managed Meta Data“ für die Navigation in den Consumer Sites.

Durch Speichern dieser Settings wird eine Liste/Library als Catalog innerhalb der Reichweite des aktuellen Search Service bekannt. Um auf den Catalog zu verbinden (connect) muss mindestens ein inkrementaler Search Crawl erfolgt sein.

Connect auf einen Catalog auf der Consumer Seite

 

Um auf einen publizierten „Catalog“ zu verbinden muss in den SiteSettings der Consumer SiteCollection die Menüoption „Manage Catalog Connections“ aufgerufen werden (1).

Es erscheint eine Liste der publizierten Kataloge.

Mit der Option „Connect“ kann die Administrationsseite zur Verbindung auf einen Katalog aufgerufen werden (2)

Die Administrationsseite erlaubt das Setzen folgender Parameter:

  • Connect Integration:
    Bestimmt, ob der Catalog direkt mit Seiten und Navigation in die Consumer Site integriert werden soll, oder ob lediglich eine Connection, die für „Content Search WebParts“ nutzbar ist erstellt werden soll.
  • Definition des Managed Property Fields der Search (Meta Data Field im Catalog), das für die Navigation verwendet werden soll.
  • Definition der Position innerhalb der Navigation der SiteCollection, in die der Catalog eingebettet werden soll.
  • Die Gestaltung der Urls für den Zugriff auf den Catalog und die Catalog Items (friendly Url using terms, Url with ID Parameters etc.)
  • Festlegung der zu verwendenden Master Page für die Catalog Hierachie Übersichtsseite und die Catalog Item Seite.

Durch Speichern dieser Settings werden in der Pages-Library der Ziel Site zwei neue Seiten angelegt:

  • Category-[CatalogName]-Hierarchy.aspx
  • CategoryItem-[CatalogName]-Hierarchy.aspx

Über diese beiden Seiten werden sowohl Hierarchie Überblicksseiten, als auch die Catalog Item Seiten dargestellt.

Die beiden Seiten enthalten je einen entsprechend konfigurierten „Content Search“ WebPart.

Vorkonfiguriertes Szenario

Microsoft bietet unter der Site Definition „Product Catalog“ ein z.T. vordefiniertes Szenario für ein Content Reuse Szenario mit einer Produkte Liste an.

Nach der Instantiierung einer „Product Catalog“ Site müssen allerdings noch diverse Konfigurationsschritte manuell vollzogen werden.

Zusätzliche technische Settings

  • Offensichtlich scheint, dass das Catalogs Feature nur mit lauffähigem Search Service und nach abgeschlossenem inkrementalen Crawl funktioniert.
  • Ausserdem muss beim Connection Proxy für den Managed Meta Data Service die Option “This service application is the default storage location for column specific term sets” gesetzt sein. Die scheint by default nicht gesetzt.
  • In meiner Umgebung funktionierte die Navigations Einbindung von Catalogs nur, wenn die Navigation in einem “lokalen” Termset erstellt wurde, also in einem Termset, der primär nur für die Quell-SiteCollection sichtbar ist und dann über ein Setting für die Ziel-SiteCollection sichtbar gemacht wurde.

Beurteilung

  1. Das neue „Cross Site Publishing“ Feature erlaubt die Darstellung von List/Library Inhalten in anderen SiteCollections. Leider ist es jeweils auf Listen und Libraries ausgerichtet. Das Publizieren ganzer Hierarchien (Multisite Management) ist nicht möglich. In diesem Sinne reiht sich das Feature in die Kette der Feature Erweiterungen ein, die SharePoint immer mal wieder etwas weiter Richtung echten Content Reuse bringen. Ein tatsächliches Multisite Management ist es aber nicht.
  2. Das Handling und die Verwendung des Features scheint für den User kompliziert. Es sind viele Konfigurationssettings mit z.T. hoher Berechtigung nötig und es bedingt auch ein hohes Verständnis der Zusammenhänge innerhalb SharePoint. Ich kann mir schlecht vorstellen, wie ein durchschnittlicher SharePoint Benutzer mit diesen Settings zurechtkommt. Das Konfigurieren von Catalogs wird – gerade auch aus Authorisierungsgründen – auch für einen Administrator ein schwieriger Task sein.
  3. Cross Site Publishing ist auf den Search Crawler angewiesen. Content kann daher nicht punktgenau publiziert werden. Es ist immer ein Crawl Lauf abzuwarten.
  4. Es scheint Probleme im Zusammenhang mit dem Publizieren von Pages Libraries als Catalogs im Zusammenhang mit publizierten Bildern und verknüpften Dokumenten zu geben, da das Catalogs Feature die entsprechenden Referenzen jeweils nicht oder nur teilweise aufzulösen vermag und auch verknüpfte Dateien selbstverständlich nicht an den Consumer Ort repliziert.

„Cross Site Publishing“ ist ein nettes, kompliziert zu bedienendes Feature, dass dazu dienen kann einzelne Listen oder Libraries in andere SiteCollections zu publizieren. Es bietet aber nicht die Funktionalität eines echten hierarchischen Multi Site Management.

 

 

SharePoint 2013 – Installation und System Requirements

Mit der neuen Version von SharePoint und dem Windows Server ändern sich für die Inbetriebnahme einige Dinge bei den Systemvoraussetzungen und minimal bei der Installation im Vergleich zu SharePoint 2010. In diesem Blogpost sollen diese Unterschiede aufgezeigt und verdeutlicht werden.

SharePoint 2013 läuft auf den folgenden beiden Betriebssytemen:

  • Windows Server 2008 R2 Service Pack 1 x64
  • Windows Server 2012

Die minimalen Hardware Requirements sind analog zu denjenigen, welche SharePoint 2010 benötigte. Das bedeutet, für einen Web- oder Application Server gelten folgende Richtwerte:

  • 64-bit, vier Cores Prozessor
  • 8 GB Ram pro Server in der SharePoint Farm
  • mindestens 80 GB Festplattenspeicher auf der Systemdisk

Der Datenbankserver braucht mindestens eine Installation des SQL Server 2008 R2 Service Pack 1 in der 64-bit Edition. Natürlich kann hier auch die neue SQL Server 2012 in der 64-bit Edition verwendet werden. Für den Datenbankserver gelten folgente Richtwerte an die Hardware Anforderungen:

  • 64-bit, 4 Cores für kleine Deployments, 8 Cores für mittlere Deployments
  • 8 GB Ram pro Server für kleine Deployments, 16 GB für mittlere
  • 80 GB Festplattenspeicher auf der Systemdisk

Die Installation von SharePoint 2013 verläuft analog zu derjenigen von SharePoint 2010.

Bei den Software Voraussetzungen für eine SharePoint 2013 Installation gibt es einige Änderungen. Die wichtigste ist, dass SharePoint 2013 neu auf dem .NET Framework 4.0 läuft.
Oftmals ein wichtiger Punkt bei SharePoint Projekten ist die “Browser Matrix”, also auf welchem Browser SharePoint für den Benutzer einwandfrei läuft. Für die SharePoint Version 2013 gilt folgende Matrix:
Wichtig dabei ist, dass die drei Internet Explorer Versionen (8, 9, 10) nur in der 32-bit Version unterstützt werden. In der 64-bit Version des Internet Exploreres, wie auch bei den weiteren unterstützten Browsern (wie Firefox, Chrome oder Safari), müssen mit Limitationen gerechnet werden.

Informationsquellen SharePoint 2013

 Der folgende Artikel enthält eine Liste von Quellen zu SharePoint 2013 (aktuell vom 11.01.2013).

1. Microsoft Quellen

Die folgende Darstellung zeigt eine Übersicht über die Microsoft Quellen und deren Inhalt. Microsoft bietet zum Thema SharePoint 2013 drei Hauptseiten an: Für It-Professionals das Technet, für Developer MSDN und eine SharePoint Produkte Site für Consultants und Consumer.

 

 

 

Das Technet beinhaltet bereits eine grosse Sammlung von SharePoint 2013 Artikeln, unter denen die Bereiche “What’s new?”, die “Plan-Worksheets” und die Technischen Diagramme besonders zu erwähnen sind.

 

Die Wiki-Einträge sind aktueller Weise noch zu weiten Teilen auf SharePoint 2010 bezogen.

 

Im Forum Bereich muss nach “SharePoint 2013″ gesucht werden, das Resultat zeigt dann – eingeschränkt auf Foren – eine Anzahl von SharePoint 2013 Foren.

 Auch im Blog Bereich muss zuerst nach “SharePoint 2013″ gesucht werden und auf Blogs eingeschränkt werden. Die Technet Blogs enhalten IT Professional relevante Blogs von Microsoft Mitarbeitern.

 

Interessante Adressen im MS Technet
Technet Library Entry for SharePoint 2013
SharePoint for IT-Pros
SharePoint TechCenter
SharePoint Technet Wiki Portal
SharePoint IT Pro Blog
IT Pros Videos
IT Pros Learning Powerpoint Presentations
Changes from 2010 to 2013
Discontinued Features
Resources for IT Pros
Physical architecture and logical architecture of SharePoint 2013
Technical Diagrams

MS Technet Blogs
SharePoint Comic
To the SharePoint – SharePoint IT Pro Blog
Stefan Gossner Blog

 

MSDN enthält das für Entwickler interessante Material zu SharePoint 2013. Das Erstellen von Apps und die generelle Entwicklung von SharePoint Elementen wird hier von Microsoft dokumentiert.

 Auch für Developer existieren in MSDN Foren für SharePoint 2013. Um sie zu finden muss auf der Einstiegsseite der MSDN Foren nach “SharePoint 2013″ gesucht werden und das Resultat auf “Forums” eingeschränkt werden.

 Blogs für Developer finden sich mit dem Suchbegriff “SharePoint 2013″ und einer Einschränkung auf “Blogs”. Die Blogs sind von Microsoft Mitarbeitern und sogenannten “Most Valuable Professionals”, also von Microsoft anerkannten externen SharePoint Spezialisten.

 

Interessante Adressen im MS Developer Network (MSDN)
MSDN Entry for SharePoint 2013 Developers
SharePoint Development Overview
SharePoint Server Developer Portal
MSDN SharePoint 2013 Evaluation Center
Resources for SharePoint 2013 Developers
SharePoint Dev Blog
SharePoint Dev Forums
MSDN SharePoint Team Blog
Choose the right API set in SharePoint 2013
.NET client class libraries in SharePoint 2013
Apps for SharePoint Overview

Andere interessante Microsoft Adressen
SharePoint Product WebSite
SharePoint Team Blog
Official Twitter Account
Office 365 Community
SharePoint Conference 2012
SharePoint Bereich in der Microsoft Office WebSite (Benutzer Informationen)
Neuerungen in Microsoft SharePoint Server 2013

2. Andere Quellen

Neben Microsoft als Quelle existieren im Internet viele Sites, die sich SharePoint 2010/2013 als Thema widmen. Hier eine kurze Zusammenstellung.

3rd Party Blogs
2xx SharePoint Blogs – updated hourly
25+ SharePoint Bloggers to Follow
SharePoint Solutions Team Blog
SharePoint Joel (Joel Oleson’s Blog)
SharePoint MVP Blog – Andrew Connell
SharePoint Automation
Coll@bnet
Best SharePoint Blogs (List of Blogs – but only up to 2008)

3rd Party WebSites
Secrets of SharePoint
Go4Sharepoint
TopSharePoint
Top 25 SharePoint Influencers
Stackoverflow
NothingButSharePoint
Learning SharePoint
SharePoint Saturday
Harbar Net

Share and follow – Social Collaboration im Mittelpunkt von SharePoint 2013

“Share more, do more” – der Slogan der SharePoint Conference ist auch als Motto der neuen SharePoint Version zu verstehen. Share and follow steht im Mittelpunkt, bzw. der Benutzer, dem es möglichst einfach gemacht werden soll, Inhalten und Personen zu folgen sowie Inhalte intern und extern zu teilen.

Im Mittelpunkt von Share & Follow steht der Newsfeed, der dem Benutzer auf seiner MySite angezeigt wird und auch für einzelne Teamsites standardmässig erstellt wird. Damit ist nun ein Microblogging, das öffentliche Versenden von Kurznachrichten, wie es der Benutzer aus anderen sozialen Netzwerken gewohnt ist, möglich.

 Share – Vergabe von Berechtigungen und Einbezug externer Partner

Die Vergabe von Berechtigungen beispielsweise war etwas, dass Benutzer selten gerne gemacht und häufig nicht verstanden haben. In der neuen Version kann der Benutzer über die allgegenwärtige “Share”-Funktion, anderen Benutzern Zugriff auf die Inhalte geben. Mit wenigen Klicks ist der Benutzer ausgewählt, die Vorschlagsfunktion beim Tippen (Suggest as you type) bietet eine angenehme User Experience.

Auf diesem Weg kann z.B. dem Kollegen Zugriff auf ein Dokument (und nicht auf die ganze Seite) gewährt werden. Und nicht nur dem Kollegen, auch externen Partnern kann der Link auf das Dokument geschickt werden, der entweder mit oder ohne Sign-In auf das Dokument zugreifen und es lesen und/ oder editieren kann. Dies vereinfacht die Zusammenarbeit mit externen Partnern doch um einiges (an dieser Stelle sei auch erwähnt, dass externe Benutzer nicht mehr lizenziert werden müssen).

Auch die Freigabe auf persönliche, in SkyDrive oder SkyDrive Pro abgelegte Dokumente erfolgt schnell und einfach. Auf den ersten Blick sieht der Benutzer, welche Inhalte freigegeben sind und mit einem Klick weiss er, wem er Zugriff gegeben hat.

Statusupdates über den Newsfeed

Über den Newsfeed auf der Profilsite oder der Teamsite kann der Benutzer Status-Updates einfügen oder mittels @ und einem Benutzernamen eine Person direkt adressieren, um ihm Nachrichten zukommen zu lassen. Diese Nachrichten wird der Benutzer dann im “Mentions”-Stream angezeigt bekommen.  Auf diese Weise sind Dialoge möglich und in der Teamsite sieht jeder Benutzer sofort, was aktuell diskutiert wird.

Follow me – Folgen von Sites, Dokumenten, Schlagworten und Benutzern

Damit der Benutzer alle Informationen erhält, die für ihn relevant sind, kann er Sites, Dokumenten, Schlagworten oder Benutzern folgen. In den Newsfeed Einstellungen kann er Benutzer konfigurieren, welche Art von News angezeigt werden sollen,  um den Overload ein wenig zu steuern.

 Fazit

Es sind die vielen Kleinigkeiten, die in der neuen Version überarbeitet wurden und Spass machen. Funktionen sind dort verfügbar wo man sie braucht und Aufgaben können einfacher und mit weniger Klicks erledigt werden. Das macht die neue Version transparent und aufgeräumt.

Mit SharePoint 2013 rückt das Microblogging in den Vordergrund und wem dies noch nicht ausreicht, dem steht mit Yammer ein Tool zur Seite, das im Bereich Social Collaboration noch mächtiger ist. Dies bedeutet aber auch eine Entscheidung gegen den Newsfeed von SharePoint, denn mit zwei Streams wird der Benutzer definitiv überfordert. Wann eine komplette Integration von Yammer und SharePoint ansteht, wollte oder konnte Microsoft noch nicht kommunizieren.

Für den Endanwender sind zwar viele neue Möglichkeiten dazugekommen, aber auch hier muss zuerst geprüft werden, ob und wie diese eingesetzt werden sollen und welche Schwächen dem zugrunde liegen. Die ungesteuerte Vergabe von Berechtigungen oder der Versand von Links nach extern auf interne Dokumente sollten vorab geprüft und die Möglichkeiten definiert werden.

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