Erfahrungen und Wissen zu Microsoft Windows SharePoint Services und SharePoint Server.

Juli 2010 Archive

In diesem Post geht es jetzt darum, wie ich mittels dem SharePoint Connector for Confluence nun Confluence Content in SharePoint abbilden kann. (Part II behandelt den SharePoint Content in Confulence).

Nach der erfolgreichen Installation und dem Deployment der Webparts, geht es ans Einrichten des Connectors.(Part I) Danach stehen mir auf SharePoint 3 Webparts zur Verfügung. (Eigentlich sind es nur 2, denn das "Confluence Federated Search Result" Webpart werde ich hier nicht beschreiben. Es wird nur auf Search Result Pages verwendet, und nur, wenn kein SSO eingerichtet ist.)

Bleiben also:

  • Confluence Page
  • Confluence Pages Tree View

clip_image001

Zuerst nehme ich mir das Confluence Page Webpart vor. Die Platzierung des WebParts funkioniert wie bei jedem anderen Webpart. Bei der Konfiguration kann ich nun durch den Confluence Page Tree Browsen und die Seite, welche ich anzeigen möchte, auswählen. Nun noch die Standard Settings wie Layout, Border etc. und fertig ist die "Integration". Uns so sieht es aus:

clip_image002

Ein Klick innerhalb der Confluence Seite auf einen weiterführenden Link, öffnet dann die den Link direkt in Confluence. Ich hätte hier irgendwie erwartet, das der SharePoint Context bestehen bleibt und einfach das "Page Viewer" WebPart mit dem neuen Content dargestellt wird. Es besteht auch die Möglichkeit, direkt im WebPart Menue "Edit Confluence Page" zu wählen. Dies öffnet dann in einem neuen Browserfenster die entsprechende Confluence Page direkt im Edit Modus. (hier wird SSO vorausgesetzt)

clip_image003

Das 2. Webpart ermöglicht mir, den "Navigations" Baum von Confluence Spaces anzuzeigen. Auch hier führt das Wählen eines Items im Navigationsbaum zu einem Öffnen direkt in Confluence.

clip_image004

Grundsätzlich habe ich die beiden WebParts nicht "speziell" gefunden. Sie eignen sich aber vorzüglich um z.B. auf einem Projekt Space in SharePoint auch das entsprechende Confluence Wiki darzustellen. Die ermöglicht die Vorteile eines Confluence Wikis zu nutzen, obwohl z.B die Dokumenten Ablage, der Kalender etc. des Projektes in SharePoint liegen. Das selbe gilt auch für das Tree Web Part. Insgeheim habe ich mir davon mehr erhofft. Schön wäre es natürlich, dass wenn ich dann im Wiki auf Confluence bin, ich den Context, woher ich gekommen bin, nicht verloren geht. Dies lässt sich natürlich auch einrichten, ist aber eher nicht so flexibel und bei Änderungen von Strukturen oder ähnlichem gilt es die Verknüpfungen in 2 Systemen zu pflegen.

Part IV wird der letzte Teil der Serie sein und kümmert sich um Federated Search aus beiden Systemen.

Wie bereits in Part I angedroht, werde ich nun die einzelnen Möglichkeiten vom SharePoint Connector for Confluence untersuchen. In diesem Post widme ich mich dem Thema SharePoint Inhalte in Confluence darstellen.

Der Confluence SharePoint Connector ermöglicht es, SharePoint Dokument Bibliotheken, Kalender, Links und Diskussionen im Confluence Wiki einzubinden. Als Benutzer erhalte ich folgende Möglichkeiten:

  • Anzeige von SharePoint Dokumenten Bibliotheken, Kalendern, Links , und Diskussionen auf Confluence Wiki Seiten.
  • Editieren von SharePoint Office Dokumenten direkt aus Confluence und rückspeichern in SharePoint

Das Thema SSO (Single Sign On) werde ich nicht in dieser Blog Serie aufgreifen, das Thema Suche erhält einen eigenen Part (Part IV)

In Confluence stehen nach der Aktivierung der Plug-Ins 2 Makros für die Einbindung des SharePoint Contents zur Verfügung:

  • SharePoint List Makro
  • SharePoint Link Makro

SharePoint List Makro

Das List Makro kommt immer zum Einsatz, wenn Dokumenten Bibliotheken, Kalendern, Links und Diskussionen eingebunden werden und in Listen Form dargestellt werden sollen. Die Aktivierung des Makros lässt sich via Makro Browser erledigen. Das Resultat ist jedoch "nur" ein Wiki Markup. Ich kann aber auch gleich das Markup verwenden, was geübten Wiki Benutzern wohl wesentlich einfacher von der Hand geht. Beispiel:

{sp-list:LIST NAME|LIST TYPE}

Ich gehen nun nicht auf jeden Listen Typ ein. Es lassen sich im List Type aber auch die einzelnen, anzuzeigenden Spalten definieren. Direkt auf eine Custom View kann man nicht zeigen, jedoch auf Custom Lists.

Unten ein Beispiel, wie dies im Wiki Markup aussieht: (Oberste Zeile ist eine Chart die nicht von SharePoint sondern aus Confluence kommt)

clip_image001

Was hier nun zur Einbindung kommt, ist eine Dokumenten Liste, ein Kalender und eine Task Liste. Für den User sieht dies dann so aus:

clip_image002

Die Dokumente lassen sich nun direkt mit einem Klick öffnen. Ist auf der Dokumenten Bibliothek "Check Out" erforderlich eingestellt, so übernimmt dies das entsprechende Office Programm und ich kann aus dem Office Client wie gewohnt ein- und auschecken.(Getestet mit der Office2010 Version) Beim Klick auf "View/Edit" öffnet sich die entsprechende SharePoint Page. Was ich hier vermisst habe ist der direkte Kontext (Drop Down auf Dokument) wie ich ihn von SharePoint her kenne. (Für Bearbeitung von Dokumenteneigenschaften, Senden an etc.)

Die 2.Liste ist eine Ansicht auf einen Kalender. Der Kalender wird in Listen Form dargestellt und lässt sich leider nicht "Grafisch" darstellen. Für eine Übersicht was die nächsten Termine sind, reicht dies aber allemal aus.

Die 3. Liste ist eine Task Liste. Hier gibt es nichts spezielles zu erwähnen, ausser vielleicht, dass sich beim Klick auf "AssignedTo" das SharePoint Profile des jeweiligen Benutzers öffnet. Eigentlich logisch, es handelt sich ja auch um einen SharePoint Task.

SharePoint Link Makro

Das Link Makro funktioniert von Ansatz her genau gleich wie das List Makro (Einbindung via Markup oder Makro Browser) Wie es der Name jedoch bereits sagt, geht es hier nun um Links. Es sind links auf einzelne Elemente, auf Dokumenten Bibliotheken, Links, Kalender, Tasks, Diskussionen und Custom Lists möglich.

Bei Links auf einzelne Elemente (z.B. ein Word Dokument) wird das Dokument direkt in der entsprechenden Office Applikation geöffnet. Office weiss woher das Dokument stammt, ob es ausgecheckt werden muss (kann) usw. Die Office Integration funktioniert also auch hier. Perfekt funktioniert diese Integration jedoch nur mit dem IE als Standard Browser. Alle anderen Links funktionieren wirklich wie Links, das heisst, dass es hier (z.B) ein Link auf einen Kalender, ein "Click Trough" gibt, sprich die SharePoint Seite öffnet sich mit dem entsprechenden Kalender.

Bei beiden Makros lassen Sich die SharePoint Funktionen wie Versionierung oder das Auslösen eines Workflows nutzen. (Der Content und die "Kontrolle" über die Dokumente und Workflows bleibt jederzeit in SharePoint)

Fazit: Die beiden Makros sind eine schöne Sache, um SharePoint Content in einem Confluence Wiki darzustellen. Vermisst habe ich gewisse Funktionalitäten, welche ich direkt von SharePoint kenne. Auch dass nicht alles im Firefox funktioniert hat, ist ärgerlich. Dies wiederum ist aber nicht auf die Markos oder Confluence zurückzuführen, sondern auf die Unterstützung der Office Integration von SharePoint und Firefox. Was ich auch nicht als optimal erachte ist, dass ich wissen muss, wie das anzuzeigende Element heisst (Und bei grösseren Umgebungen wo es liegt). Alles in allem aber eine tolle Sache, vor allem für Unternehmen die Ihre Dokumente Zentral in SharePoint ablegen und die Flexibilität eines Confluence Wikis nützen und einsetzen. Dabei lassen sich natürlich auch die Features der Web Apps, der Versionierung und des Check-In Check-Out Prozesses nutzen. Wenn mit Office 2010 Versionen gearbeitet wird, wird auch die gemeinsame, zeitgleiche Bearbeitung eines Dokumentes unterstützt. Zu erwähnen gilt natürlich auch, dass bei “korrekter” Anbindung nur dir Elemente dargestellt werden, auf welche ich auch berechtigt bin, diese zu sehen, resp. zu bearbeiten.

Im nächsten Post werde ich dann die Anzeige von Confluence Content auf SharePoint Pages beschreiben.

16 Jul

SharePoint Connector for Confluence (Part1)

Confluence und SharePoint sind sehr beliebt und rege im Einsatz. Der Nachteil beim Einsatz beider Systeme im selben Unternehmen ist nun, dass die Daten separiert sind und die Kollaboration nur auf dem einen oder anderen System erfolgt. Beide zu verbinden bringt beide Welten näher zusammen.

Was verspricht der Connector ?


Mit dem Confluence SharePoint Connector ist es möglich, das einfach editierbare Wiki von Confluence mit dem Dokumenten Management und den Workflow Fähigkeiten von SharePoint zu kombinieren.

  • Anzeige von SharePoint Dokumenten Bibiliotheken, Kalendern, Links , und Disskussionen auf Confluence Wiki Seiten. Editieren von SharePoint Office Dokumenten direkt aus Confluence und rückspeichern in SharePoint.
  • Einbetten von Confluence Pages und  Confluence Page Trees in eine SharePoint Page. "Click through" von SharePoint zu Confluence.
  • Single Sign-on zwischen Confluence und SharePoint.
  • Gemeinsames Suchen von Confluence and SharePoint Inhalten, einheitlicher Satz an Ergebnissen

Klingt vielversprechend habe ich mir gedacht und somit folgende Test-Installation durchgeführt:

  • Confluence 3.3 Evaluation
  • SharePointConnector-1.2.0
  • SharePoint 2010 Server

 

Installation

Bevor man sich mit der Installation in Zeug legt,  sollte man sich zuerst allerdings Gedanken machen über die Authentifizierungsmethode. Dies ist der komplexeste Teil bei der SharePoint - Confluence Integration und könnte alleine mehrere Blog Posts füllen. Ich habe der Einfachheit halber keine AD Integration (von Confluence) vorgenommen, sondern nutze einen fixen AD User um von Confluence auf SharePoint Inhalte zugreifen zu können. Um von SharePoint auf Confluence Inhalte zu gelangen, habe ich mich des SSS (Secure Store Service) von SharePoint bedient. Hier  hatte ich auch die grösste Mühe (resp.Zeit investiert) das ganze zum Laufen zu bringen. Schlussendlich lag dies aber nicht an SharePoint, sondern an meinen Kenntnissen von Confluence und der Konfiguration des Remote API (SOAP and XML-RPC).

Folgende Authentifizierungen sind nicht supported:

  • Atlassian Crowd
  • SiteMinder and other Single Sign-On Management Solutions (Microsoft SSO and Secure Store Service are supported)
  • SharePoint Forms-Based Authentication

Anbei noch eine Grafik, welche die unterstützen Features anhand der SharePoint Version zeigen:

image

Auf Confluence werden 2 Plugins installiert.(confluence-permcheck-rpc-1.2.1 und sharepoint-plugin-1.2.0). Das ganze funktionierte auf Anhieb und reibungslos.

Nun geht’s an den SharePoint. Für die Installation auf SharePoint wird eine Setup_WebParts.exe geliefert, welche die Installation (Deployment von 2 wsp Files) automatisiert. Die Installation geht einfach und schnell von statten.

Grosse Schwierigkeiten hatte ich wie bereits erwähnt bei der Konfiguration des Zugriffs.


image


Nach längere Untersuchungszeit habe es aber dennoch hingekriegt.(Remote API) Nun geht es zur Untersuchung der eigentlichen Features, welche ich in den nächsten Posts beschreiben werde.

14 Jul

Namics an der WPC 2010

Washington. Microsoft World Partner Conference 2010. Rund 14'000 Teilnehmer aus über 100 Ländern.

Namics ist auch in diesem Jahr wieder der Einladung von Microsoft gefolgt, um die aktuellen Trends, Themen und Entwicklungen aus erster Hand zu erfahren.

Das Microsoft Geschäftsjahr verlief wie das aktuelle sonninge Wetter in Washington - strahlend. Steve Ballmer bedankt sich für die tolle Zusammenarbeit, sieht jedoch Wolken aufziehen, trotz der geplanten Launches für 2010/2011 muss es einen grundlegenden Wandel geben - zur Cloud. Das Thema der diesjährigen WPC ist leicht zu identifizieren - internetbasierte Services „Cloud Computing". Was wird unter Cloud Computing verstanden? Steve Ballmer erläuterte in seiner Keynote wenig konkretes, eher den bestehenden Nachholbedarf für Microsoft mehr auf virtualisierte und skalierbare Umgebungen zu setzen. Unterstützt durch Webservices und den bedarfsorientierten Einsatz aller Microsoft Produkte soll hier ein spürbarer Mehrwert für Kunden und Partner geschaffen werden. Steve Ballmer appeliert aber auch an die Verantwortung gegenüber den Kunden und deren Erwartungen hinsichtlich Sicherheit und „operativer Qualität" der Produkte und Dienstleistungen.Was ist aber das wirklich neue an dieser Story? Azure! Die seit Februar 2010 zur Verfügung stehende Entwicklerplattform basiert auf einer neuen Version des .NET Frameworks und SQL DB und bietet vielfältige Möglichkeiten für individuelles Applikationsdesign, sowie Datensynchronisation mit SharePoint an. Azure soll also der Tornado am Himmel werden und kräftig für „Wolken" sorgen.

Weiteres Thema ist Windows Phone. Auch hier taucht am Horizont Hoffnung für alle Freunde einer iPhone Alternative auf. Microsoft hat und wird viel in Devices, Software, Entwicklungsplattformen für businessorientiertes Mobile Computing investieren. Die Ergebnisse sollen Ende 2010 präsentiert werden.

Organisatorisch wurde noch ein Staffelstab übergeben, bzw. ein Rollentausch vollzogen. Jon Roskill leitet künftig die gesamte Microsoft Worldwide Partner Group und übernimmt diese Rolle von Allison Watson, die ihrerseits die ehemalige Position von Jon Roskill des Corporate Vice President der Business & Marketing Organization für die USA übernimmt.

Persönlicher Higlight war sicherlich der Auftritt des ehemaligen US Präsidenten Bill Clinton, der in seiner Keynote über die Zusammenhänge von gesellschaftlicher Verantwortung, Netzwerken und Technologieeinsatz sprach. Schwerpunkt war der Wirkungskreis der William J. Clinton Foundation für Haiti und die Unterstützung dieser Aktivitäten durch bspw. den Einsatz von Social Media und virtuellen Netzwerken.

Unsere Blogs