David Chappel, Principal von Chappel & Associates rockte wieder einmal mehr das Haus, in dem er der Microsoft-Community das Zusammenspiel von WF, OSLO & DUBLIN vorstellte.
„OSLO“
Als Grundlage für das modellieren von Software Komponenten dient in Zukunft die Definitions-Sprache "M". "M" wurde entwickelt um Software-Modelle zu definieren und auszuführen.
Beispiele für Modelle sind ...
- Workflows
- Services
- Applications (welche Workflows und Services beinhalten können)
- Business processes
Grundlegend besteht "OSLO" aus folgenden Kern-Komponenten ...
- Repository (Speicherplatz für Modell-Schemas und Instanzen)
- Modellierungssprache "M"
- Modellierungs-Tool, Codename Visual Studio "QUADRANT"
Nachfolgende Darstellung zeigt das harmonische Zusammenspiel der zuvor genannten Komponenten:
Für weitere Informationen dient der aktuelle "OSLO"-SDK welcher unter http://msdn.microsoft.com/en-us/oslo/default.aspx heruntergeladen werden kann. CHECK IT OUT!
Für all diejenigen welche sich unter der Modellierungs-Sprache "M" gar nix vorstellen können, habe ich "natürlich" noch einen Buch-Tip:
The Oslo Modeling Language: Draft Specification - October 2008, aus dem Addison-Wesley Verlag.
ACHTUNG: Bei diesem Buch handelt es sich um eine technische „October 2008 – Draft Specification“, aber die 20 EUR-Investition lohnt sich definitiv und sollte aus meiner Sicht schon ab morgen unter jedem Kopfkissen liegen!!!
Workflow Foundation 4.0
Grundlegend werden in Zukunft Workflows als „Models“ definiert (siehe Oslo).
Die Workflow Foundation liefert weiters ein neues „Flowchart“-Template welches das beste aus den beiden bisherigen Template-Welten (Sequential / State-Maschine). Das Resultat mag auf den ersten Blick nicht ganz ersichtlich sein, denoch bietet es mehr Features als das Sequential-Template ... aber dafür nicht so komplex wie das „State-Machine“-Template.
Ribbon meets Visual Studio "Quadrant". Sprich wenn ein Activity in einem Process markiert wird, werden nur noch die Activity relevanten Informationen im Workflow Designer dargestellt, was einer Benutzerrolle "Architect, Business Analyst oder Developer" das Erstellen und Ändern von Workflows erheblich vereinfacht.
Als Beispiel zeigte David Chappel ein einfachen „New Employee Onboarding Process”-Workflow (siehe Abbildung unten).
DUBLIN
Und die Reise durch Europa geht weiter.
Dublin ist der Codename für die erste Generation des Server-Parts von WCF und Workflow Services.
Grundlegend wird Dublin als ein IIS-Extension Module verfügbar sein. Microsoft plant diese Features „for free“ zur Verfügung zu stellen, jedoch im Rahmen der normalen Windows Server Lizenzierung.
Dublin fügt sich als Erweiterung der „Application Server Role“ ein und beinhaltet richtig „coole“ Features wie zum Beispiel ...
- Routing von WCF-Messages basierent z.B. auf Werten im SOAP-Body welche mittels IIS Server Manager und/oder via PowerShell CMD-lets aktiviert werden können.
- WCF/WF Application werden in Zukunft als „Container“ mit allen dazugehörigen Modellen deployed („ähnlich“ dem SharePoint Features Deployment Mechansimen ).
- Und um allen einen noch wässrigeren Mund zu machen, bekommen alle WCF und Workflow Services „Out of the Box“ Monitoring-, Control- und Discovery-Mechansimen zur Verfügung gestellt (ähnlich den BAM-Tools des BizTalk Servers)
Dublin wird der Community frühestens im ersten Quartal 2009 als CTP zur Verfügung stehen.
Da es sich bei meiner heutigen TechEd 2008 Revue lediglich um die Spitze des Eisberges in diesem Technologie-Bereich handelt, möchte ich folgende Abbildung nicht vorenthalten, welches das Zusammenspiel von von WF 4.0, "OSLO" und "DUBLIN" veranschaulichen soll.
In diesem Sinne ... viel Spass mit dem OSLO SDK und bis Morgen!